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Radverkehrskonzept

Ein Leitfaden für die künftige Radverkehrsentwicklung in Trier

© Friedberg - Fotolia.com
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Nach mehrjähriger Erarbeitung wurde das Radverkehrskonzept Trier 2025 am 17. November 2015 vom Stadtrat einstimmig beschlossen. Das Radverkehrskonzept konkretisiert das Mobilitätskonzept 2025 (Moko) hinsichtlich des Bausteins Radverkehr.

Zielsetzungen

Welche Verbindungen in Trier sollen für den Fahrradverkehr ausgebaut werden? Welche Radwegeführung empfiehlt sich in welcher Straße? Diese und viele andere Fragen beantwortet das Radverkehrskonzept Trier 2025. Die Förderung des Fahrrads als urbanes Verkehrsmittel steht damit dauerhaft auf der kommunalpolitischen Tagesordnung.

Ziel des Radverkehrskonzeptes (RVK) ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Radverkehrsanteil von 9 auf 15 Prozent zu erhöhen. Dadurch soll zu einem insgesamt effizienteren Verkehr, einer allgemeinen Verkehrsentlastung, der Minderung von Abgasen und Lärm sowie der Förderung der Gesundheit beigetragen werden. Ein attraktives und sicheres Radverkehrsnetz erhöht die Mobilitätsmöglichkeiten der Bevölkerung.

Jeder Radfahrer in Trier kennt solche Situationen: Einige Radwege enden abrupt, andere sind zugeparkt. Markierungen sind oft verwirrend und Wurzelaufbrüche im Asphalt keine Seltenheit. Diese Defizite werden im RVK aufgezeigt und bilden die Ansatzpunkte für eine Fülle von Verbesserungs- und Ausbauvorschlägen.

Dabei soll vom klassischen Radweg über Schutzstreifen, Fahrradstraßen und Öffnung von Einbahnstraßen bis zur gemeinsamen Umweltspur für Stadtbusse und Radfahrer der gesamte Instrumentenkasten genutzt werden. Für die Wartezeit an den Kreuzungen sollen separate Aufstellflächen markiert werden. Daneben wird es Fahrradampeln geben und die Möglichkeit des indirekten Abbiegens, wobei der Radfahrer zunächst nach rechts geführt wird, um von dort dann mit den Fußgängern zusammen nach links abzubiegen.

Schaffung eines zusammenhängenden Netzes

Ein wichtiges Ziel des RVK ist die Schaffung eines zusammenhängenden Radroutennetzes. Jeder Stadtteil soll mit der Innenstadt möglichst direkt, sicher, komfortabel und attraktiv verbunden sein. Im Idealfall sollen Radfahrer zwischen Alternativrouten wählen können, je nachdem, ob man schnell über die Hauptverkehrsachsen ans Ziel gelangen will oder lieber entspannt durchs Grüne radeln möchte.

Zu den Maßnahmen mit höchster Priorität zählen die Innenstadtrouten West und Ost mit dem Umbau wichtiger Knotenpunkte im Alleenring, die Einrichtung von Fahrradstraßen durch das Maarviertel und Trier-Süd als Fortsetzung der Innenstadtrouten und die direkte Anbindung des Hauptbahnhofs. Grundsätzlich müssen bei allen künftigen Straßenbauprojekten die Vorgaben des Radverkehrskonzepts beachtet werden.


 Achsen des Radverkehrs von herausragender Bedeutung

Verlauf der wichtigsten Nord-Süd- und West-Ost-Achsen für den Radverkehr.

Prioritätensetzung 2019/20:

  • Vervollständigung der zentralen Nord-Süd-Achse(n)
  • Komplettierung des Innenstadtrings (Innenstadt-Ost- und Westtrasse)
  • Anbindung Hauptbahnhof an Innenstadt

Gründe für die Prioritätensetzung:

  • Achsen mit hohen Nutzerpotenzialen (dichte Besiedlung, Bedeutung für Quell-/Zielverkehr, wenig Steigungen)
  • Schaffung durchgängiger Achsen
  • Sehr hohe Außenwahrnehmung, Präsenz im Stadtbild
  • Kosten-/Nutzen-Verhältnis

Prioritäten ab 2021:

  • Anbindung Moselufer / TR-West
  • Anbindung Uni / Höhenstadtteile

 Bis 2017 umgesetzte Maßnahmen

Lage und Verlauf der wichtigsten bis 2017 umgesetzten Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs. 

  • Radweg (RW) Spitzmühle
  • Radfahrstreifen (RFS) Straßburger Allee (Großteil)
  • Rindertanzstraße Tempo 30, Liebfrauenstraße verkehrsberuhigt, Freigabe Domfreihof und Viehmarktplatz für den Radverkehr
  • Radwege Herzogenbuscher Straße
  • RFS und Umweltspur (UWS) Heiligkreuz – Mariahof
  • RFS und UWS Simeonstiftplatz – Margarethengässchen – Treviris
  • Freigabe Fußgängerbereich Am Breitenstein
  • RFS Mustorstraße
  • UWS Walramsneustr. mit Anbindung Pferdemarkt Deutsch-herrenstraße
  • Radführung Augustinerhof
  • UWS Bahnhofstraße mit Fahrradampel
  • Straßburger Allee Lückenschluss RFS
  • RW und UWS Kohlenstraße bergan

Umgesetzte und geplante Maßnahmen in der Innenstadt 2018/19

Lage und Verlauf der 2018 umgesetzten und für 2019 geplanten Maßnahmen des Radverkehrskonzepts in der Innenstadt.

Grün = Umgesetzt bis 2018

Rot = Umgesetzt 2018

  • Piktogrammketten Paulinstraßeund Weberbach
  • Optimierung Lichtsignalanlagen Südallee
  • Verbindung Porta Nigra – Rindertanzstraße
  • Radweg Hindenburgstraße Richtung Süden
  • Radführung Gartenfeldstraße
  • Neugestaltung Nikolaus-Koch-Platz
  • Fahrradstraße Süd / nördlicher Abschnitt
  • Optimierung Radweg Tiergartenbachtal
  • Radweg nördlich Zurlauben
  • insgesamt circa 3,5 Kilometer

Blau = noch offen, für 2019 geplant

  • RW Hindenburgstraße Richtung Norden
  • Anbindung Hbf an die Innenstadt
  • Radführung Römerbrücke

Schwarz = weiter in Planung


 Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt

Überblick über bestehende und 2018 neu geschaffene Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt. Stand: 2019.

Neu geschaffene Kapazitäten 2018 (in der Karte hervorgehoben)

  • Fahrradgarage Hauptbahnhof: 164 Plätze
  • Radbügel Karl-Marx-Straße: 24 Plätze
  • Radbügel Heinz-Tietjen-Weg: 8 Stellplätze
  • Radbügel Am Augustinerhof: 8 Stellplätze
  • Radbügel Justizstraße: 8 Stellplätze
  • Radbügel Heuschreckbrunnen: 6 Stellplätze
  • Radbügel Porta Nigra: 6 Stellplätze
  • Radbügel Kaufhof Fleischstraße: 6 Stellplätze
  • Radbügel Gartenfeldstraße: 4 Stellplätze
  • Summe 2018: 234 Stellplätze
 
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