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Feinstaub

PM10 und PM2,5:

Feinstaub besteht aus einem komplexen Gemisch fester und flüssiger Partikel und wird abhängig von deren Größe in unterschiedliche Fraktionen eingeteilt. Unterschieden werden PM10 mit einem maximalen Durchmesser von 10 Mikrometer (µm), PM2,5 und ultrafeine Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 µm.

Feinstaub entsteht zu einem Großteil durch menschliches Handeln: durch Emissionen aus Kraftfahrzeugen, Kraft- und Fernheizwerken, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern, bei der Metall- und Stahlerzeugung oder auch beim Umschlagen von Schüttgütern. In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die dominierende Staubquelle. Der Feinstaub gelangt sowohl aus den Motoren – vorrangig Dieselmotoren – in die Luft, als auch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Staubes von der Straßenoberfläche. Eine weitere wichtige Quelle ist die Landwirtschaft: hier durch Emissionen gasförmiger Vorläuferstoffe, insbesondere Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung.

PM10 kann beim Menschen in die Nasenhöhle, PM2,5 bis in die Bronchien und Lungenbläschen und ultrafeine Partikel bis in das Lungengewebe und den Blutkreislauf eindringen. Die gesundheitlichen Wirkungen von Feinstaub sind je nach Größe und Eindringtiefe der Teilchen verschieden. Es können Schleimhautreizungen und lokale Entzündungen in der Luftröhre und den Bronchien oder den Lungenalveolen auftreten. Auch eine verstärkte Plaquebildung in den Blutgefäßen, eine erhöhte Thromboseneigung oder Veränderungen der Regulierungsfunktion des vegetativen Nervensystems (Herzfrequenzvariabilität) sind möglich.

Seit 2005 gelten zum Schutz der menschlichen Gesundheit europaweite Grenzwerte für Feinstaub PM10. Der Tagesgrenzwert beträgt 50 µg/m3 und darf nicht öfter als 35mal im Jahr überschritten werden. Der zulässige Jahresmittelwert beträgt 40 µg/m3. Für PM2,5 gilt seit 2008 der europaweite Zielwert von 25 µg/m3 im Jahresmittel. Seit 2015 ist dieser Wert verbindlich einzuhalten. Ab dem 1. Januar 2020 dürfen die PM2,5-Jahresmittelwerte den Wert von 20 µg/m3 nicht mehr überschreiten.

Aktuelle Information: Das Landesamt für Umwelt veröffentlicht die 1-Stunden-Mittel, Tagesmittel und Jahresmittel nicht mehr auf seiner Website. Sobald an anderer Stelle im Internet die Werte veröffentlicht werden, verlinken wir sie auf dieser Seite.

 
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