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08.04.2019 | Quattropole

Hervé Birolini aus Metz gewinnt Musikpreis

Preisträger Hervé Birolini (7. v. l.) mit Kulturdezernent Thomas Schmitt (6. v. r.) und den anderen Musikern auf der Bühne.
Preisträger Hervé Birolini (7. v. l.) mit Kulturdezernent Thomas Schmitt (6. v. r.) und den anderen Musikern auf der Bühne.

Unter dem Titel „Musik. Innovativ" hat das internationale Städtenetz Quattropole am vergangenen Freitag in der Tufa erstmals einen Musikpreis verleihen. Die Bandbreite der Wettbewerbsbeiträge aus den Städten Trier, Saarbrücken, Luxemburg und Metz reichte vom verfilmten akustischen Spaziergang durch London bis zur Vertonung von Instagram-Bildern.

Sieger des Abends war Hervé Birolini aus Metz mit seinem Werk „Exartikulations". Ein Werk, „das in seinem Genre einzigartig ist, das sehr viel mehr bietet als nur Musik für die Ohren, nämlich auch Musik ohne Klang, Musik für die Augen", wie Kulturdezernent Thomas Schmitt es formulierte. Birolinis Werk ermöglicht einen dreifachen Zugang: instrumental, gestisch und elektronisch: Eine Tänzerin, die ein eigenes Musikinstrument verkörpert, steht mit einem Kontrabassisten und einem Perkussionisten auf der Bühne, vor ihnen eine Klangwand aus 16 leuchtenden Lautsprechern.

Neben Birolini präsentierten drei weitere Musiker aus der Großregion den rund 120 Besuchern im Großen Saal der Tufa ihr musikalisches Schaffen. Alexander Reiff (Trier) führte mit „Pictures at an Instabition" eine humorvolle Vertonung der beliebtesten Instagram-Fotos auf. Die Luxemburgerin Catherine Kontz lud mit „Fleet Footing" zu einem musikalischen Spaziergang entlang eines Nebenflusses der Themse per Film ein und Florian Schwamborn (Saarbrücken) schloss den Konzertabend mit „Spiegelung" ab – einer Reise auf der Klänge, visuelle Kunst, Klavier und E-Musik ineinander übergehen.

Für den mit 10.000 Euro dotierten Musikpreis gingen 54 Bewerbungen ein, davon kamen 16 in die Vorauswahl. Acht Musikexperten, darunter Falk Grieffenhagen von der weltbekannten Gruppe „Kraftwerk", wählten daraus die Finalisten und den Preisträger aus. Kulturdezernent Schmitt betonte, der Preis solle die Städte der Großregion näher zusammenbringen und das Potenzial der Musikszenen verdeutlichen.