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23.12.2019 | Zufahrtskontrolle

Erster Poller in der Fußgängerzone eingeweiht

Fährt ein Fahrzeug aus der Glockenstraße in Richtung Rindertanzstraße, senkt sich der Poller automatisch. Fotos: Presseamt Stadt Trier
Fährt ein Fahrzeug aus der Glockenstraße in Richtung Rindertanzstraße, senkt sich der Poller automatisch. Fotos: Presseamt Stadt Trier

(bau) Am Freitag, 20. Dezember, ist in der Glockenstraße an der Ecke Rindertanzstraße ein versenkbarer Poller in Betrieb genommen worden. Er verhindert, dass Fahrzeuge außerhalb der erlaubten Lieferzeiten aus Richtung Rindertanzstraße in die Fußgängerzone fahren. Verkehrsdezernent Andreas Ludwig erklärte im Rahmen eines Ortstermins, man wolle tagsüber störenden Verkehr aus dem Fußgängerbereich herausgehalten. Mit dem so genannten Pilot-Poller sollen erste Erfahrungen gesammelt werden, bevor weitere Anlagen an den Zufahrten der Fußgängerzone installiert werden. Die Verwaltung hat dafür bereits ein erstes Konzept erstellt. In die Planung der weiteren Standorte werden auch die Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Sie können im nächsten Jahr Anregungen und Kommentare über die Online-Beteiligungsplattform Trier-Mitgestalten abgeben. An den unterschiedlichen Standpunkten können verschiedene Varianten zum Einsatz kommen: Poller, die sich für die Ein- und Ausfahrt oder aber nur die Ausfahrt automatisch absenken, halbautomatische Anlagen mit Schlüssel oder dauerhafte Blockaden. 

Der Poller in der Glockenstraße ist 80 Zentimeter hoch und besitzt im Kopf einen auffälligen Kranz aus roten LED-Lichtern. Eine Ampel am Straßenrand zeigt zusätzlich an, ob die Durchfahrt möglich ist. Während der Lieferzeiten bis 11 Uhr morgens und ab 19 Uhr abends bleibt der Poller dauerhaft im Boden. Wenn er ausgefahren ist und sich ein Fahrzeug aus Richtung Fußgängerzone nähert, fährt er automatisch ein, wenn er über eine Induktionsschleife ein Signal bekommt. So können Fahrzeuge die Fußgängerzone verlassen. Eine weitere Induktionsschleife rund um den Poller verhindert, dass er wieder hochfährt, während ein Fahrzeug über ihm steht. Für Autos aus Richtung Rindertanzstraße hingegen versperrt der Poller tagsüber den Weg in die Glockenstraße. Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst können den Poller jederzeit absenken und haben so freie Durchfahrt. 

Zur Einweihung des Pilot-Pollers in der Glockenstraße waren auch die Stadträte Rainer Lehnart (SPD) und Thomas Albrecht (CDU) geladen, die sich in den vergangenen Jahren beharrlich für die Installation von Zufahrtssperren in der Fußgängerzone eingesetzt haben. Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Dezernent Andreas Ludwig überreichten beiden als Anerkennung ihrer Arbeit und Erinnerung an den Start des Projekts Schilder mit dem Schriftzug „Rainer-Thomas-Poller“.

Die geschätzten Kosten von 45.000 Euro für den Poller in der Glockenstraße konnten nicht eingehalten werden, erläuterte Dezernent Ludwig, die Schlussrechnung liege jedoch noch nicht vor. Für die neue Anlage musste nicht nur der Poller erworben und eingebaut werden. Zusätzlich wurden Strom- und Internetanschluss gelegt und die Anlage für die Entwässerung an die Kanalisation angeschlossen. Nach dem Einbau der Induktionsschleifen wurde außerdem der Bereich mit neuem Natursteinpflaster versehen.

Hinweis an die Redaktionen: Unter Downloads finden Sie die zur Veröffentlichung freigegebenen Fotos in hoher Auflösung. Bitte geben Sie als Bildnachweis „Presseamt Stadt Trier“ an.

 

 
Bildergalerie
  • Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst und Feuerwehr können dank eines mitgeführten Chips jederzeit in die Fußgängerzone fahren.
  • Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Dezernent Andreas Ludwig überreichen Thomas Albrecht und Rainer Lehnart Schilder mit der Aufschrift ‚Rainer-Thomas-Poller‘.

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