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Nagaoka, Japan

Eine große Parklandschaft umgibt das Kulturzentrum von Nagaoka
Eine große Parklandschaft umgibt das Kulturzentrum von Nagaoka

Die japanische Stadt Nagaoka feierte am 1. April 2006 ihr 100jähriges Bestehen. Anlässlich des Festakts im Abgeordnetensaal des Rathauses besiegelten Trier und Nagaoka ihre Städtepartnerschaft. Nagaoka ist damit die zweitjüngste unter den neun Trierer Partnerstädten.

Nagaoka hat 285.000 Einwohner und liegt am Fluss Shinano nahe der Westküste der japanischen Hauptinsel Honshu in der Präfektur Niigata. Mit dem Schnellzug Shinkansen gelangt man in zweieinhalb Stunden nach Tokio. Chemische Industrie, Maschinen- und Werkzeugbau prägen den Wirtschaftsstandort Nagaoka. In der Region wird außerdem Erdöl und Erdgas gefördert.

Im Jahr 1617 ließ Lord Naoyori Hori eine erste Festung auf dem heutigen Gebiet von Nagaoka errichten. Von hier aus herrschten anschließend 13 Generationen des Geschlechts der „Makinos“ in der Region. 1868 wurde die Festung im Hokuetsu-Boshion-Krieg zerstört. Unter der Führung von Torasaburo Kobayashi und Okujiro Mishima wurde daraufhin eine neue Siedlung errichtet. 1906 erfolgte die Gründung der heutigen Stadt Nagaoka.

Bereits mehrmals, zum letzten Mal 2004, wurde Nagaoka in seiner kurzen Geschichte durch Erdbeben schwer beschädigt. Im August 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, wurden bei einem Luftangriff große Teile der Stadt zerstört. Doch immer wieder erhob sich die Stadt aus den Ruinen. So ist es zu einer charakteristischen Wesensart ihrer Einwohner geworden, hart und unermüdlich in der Gemeinschaft für die Gemeinschaft zu arbeiten. Die Überwindung von Trümmern und Ruinen symbolisiert der „Phönix“, ein Traumvogel, der wie Phönix aus der Asche wiederaufersteht. Der blaue Traumvogel begegnet dem Besucher in Nagaoka auf Schritt und Tritt.

Die Verbindung Trier-Nagaoka hatte sich über die gemeinsame Partnerstadt Fort Worth angebahnt. Als 1995 der Bürgermeister der japanischen Stadt nach Trier reiste, wurde ein Freundschaftsvertrag unterzeichnet. Vor allem seit der Gründung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Trier im Jahr 2001 intensivierten sich die Kontakte zwischen den Bürgern. Der Freundschaft mit Nagaoka verdankt Trier auch den japanischen Garten „Urakuen“ auf dem Petrisberg, der zur Landesgartenschau 2004 eröffnet wurde.

 
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