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Gefährdete Gebiete bei Starkregen

Von Starkregen ausgelöste Schlammlawine im Trierer Busental.
Starkregen und Sturzfluten können Erdrutsche auslösen wie im Mai 2016 im Trierer Busental (Foto). Zum Glück wurden damals keine Menschen verletzt, auch der Gebäudeschaden hielt sich in Grenzen.

Starkregen kann dort zu Schäden führen, wo sich das Wasser aufgrund der topografischen Gegebenheiten sammelt und ins Tal abfließt, also vor allem in Hanglagen und Senken. Demnach sind manche Gebiete in Trier mehr und manche weniger gefährdet.

Das Rathaus hat die Überflutungsgefährdung für das gesamte Stadtgebiet untersuchen lassen. Basierend auf einem hochaufgelösten Geländemodell wurde eine Computersimulation erstellt und der mögliche Oberflächenabfluss flächendeckend analysiert. Hierbei wurde die Aufnahmefähigkeit des Bodens berücksichtigt. Auch wichtige unterirdische Abflusstransportelemente wie Gewässerverrohrungen und Durchlässe wurden in die Berechnung einbezogen. Zur Plausibilisierung des Simulationsmodells wurden die Erfahrungen aus früheren Starkregenereignissen herangezogen.  

Als Ergebnis wurden Starkregengefahrenkarten erstellt, auf denen zu erkennen ist, wo besondere Gefahren durch Sturzfluten und Starkregen bestehen. Angenommen wurde ein flächendeckender, sehr heftiger Starkregen (statistisch 100-jährliches Ereignis) von einer Stunde Dauer. Das Tiefbauamt der Stadt Trier bietet eine Einsicht und fachgerechte Interpretation dieser Karten sowie Informationen zu geeigneten Vorsorgemaßnahmen an.