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Diskussionsforum

Auf dieser Seite werden die bis März 2014 eingegangenen Stellungnahmen und Kommentare zum Kulturleitbild für Trier sowie die Aufstellungen der städtischen Finanzmittel im Bereich Kultur dokumentiert. Um die Online-Kommentare zu lesen, klicken Sie bitte unten auf "Kommentare anzeigen". Alle weiteren Stellungnahmen sind rechts im Bereich "Downloads" als PDF-Datei hinterlegt. 

Der Beteiligungsprozess zur Erstellung des Kulturleitbilds für Trier ist beendet, es werden daher zur Zeit keine neuen Kommentare mehr veröffentlicht.

 
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Kommentare


Kommentare: 4

22.07.2014, 10:09 Uhr
AbsenderMichael Gubenko
E-Mailmgubenko@web.de
NameTrier
Sehr geehrte Damen und Herren, wenn ich Wünsche oder Erwartungen an meine Stadt äußern darf, so sind es vor allem Folgende:Ich bin überzeugt, dass dem gesamten städtischen Kulturbetrieb am besten damit gedient wäre, wenn die Kreativen und Kulturschaffenden vor allem Kraft und Zeit für das hätten, was sie am Besten können – nämlich ihrem kulturellen Engagement (ehrenamtlich oder hauptberuflich) nachzugehen. Das geht schwer, wenn die Selbstvermarktung,Pflege von Kontakten, Anfertigung von Förderanträgen jeglicher Art oder gar politische Tätigkeit gegenüber der eigenen künstlerisch-kulturellen Arbeit zu sehr im Vordergrund stehen. Die gegenwärtige wirtschaftliche Situation, gepaart mit der aktuellen Position der Kulturpolitik, die immer mehr ökonomischer Verantwortung in die Hände der Kulturschaffenden selbst legen will, verstärken dieses Problem zunehmend.Dabei kann sich eine Kulturszene nur weiterentwickeln, wenn der (nicht unbedingt monetäre) Nährboden dafür gegeben ist. Stattdessen ist der Akteur der Kulturszene zu sehr damit beschäftigt, sich selbst und seine Projekte mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln durchzuboxen – und kommt gar nicht dazu, anspruchsvolle Kulturarbeit zu leisten, die seine Stadt von ihm erwarten darf. Daher mein Vorschlag: Die Stadt soll den Kulturschaffenden Kanäle und Wege zur Verfügung stellen, die der Kulturszene ihre nichtkulturelle Arbeit erleichtern würden. Ich meine nicht unbedingt Mittel, aber Möglichkeiten für die Kreativen, sich auf ihre eigentliche Berufung, die Kunst und die Kultur, zu konzentrieren. Konkret: In einer Stadt müssen Mechanismen zur ideellen Förderung, Beratung und Vernetzung der Kulturschaffenden gegeben sein. So könnte etwa einem im Marketingbereich weniger begabten Künstler geholfen werden, einen Sponsoringantrag zu stellen. Oder den Bescheideneren Kreativen könnte geholfen werden, eine adäquate Öffentlichkeitsarbeit aufzubauen. So etwas verstehe ich unter einer Kulturförderung in einer Stadt, die auf den Erhalt und nachhaltige Entwicklung ihrer Kulturszene Wert legt. Denn wenn für den Kulturschaffenden wieder mehr Kultur, die Sache selbst, im Fokus steht, wird die Sache selbst selbstverständlich besser – und damit auch in jeder Hinsicht wertvoller werden. Es mag sein, dass die Grundstrukturen für das, was ich hier beschrieben habe, ansatzweise bereits vorhanden sind (etwa in der Tätigkeit des Kulturbüros). Diese Grundstrukturen sollten dann umso einfacher auszubauen sein und dem Kulturetat umso weniger kosten. Erst an zweiter Stelle – wenn solche Grundstrukturen etabliert und funktionsfähig sind – kann darüber entschieden werden, welche Kultur aus den öffentlichen Mitteln mehr oder weniger förderwürdig sei. Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

22.07.2014, 10:08 Uhr
AbsenderUwe Thein
E-Mailthein@theinmedia.de
NameTrier
Bei der Diskussion um kulturpolitische Leitlinien sollte es auch um die Wertschätzung und Anerkennung der Arbeit der Kultur- und Kreativwirtschaft gehen.Ich fordere angemessene Stundenlöhne und eine faire und transparente Verteilung der Budgets. Die in Sonntagsreden gefeierte Kreativwirtschaft benötigt ein wirtschaftliches Fundament Das ist – nicht nur in Trier - eine riesengroße Baustelle.Hier dürfen sich die Kreativen auch an die eigene Nase fassen und aufhören unter nicht marktwirtschaftlichen Preisen zu arbeiten.Wer Solidarität einfordert, darf diese auch leben.Aber auch die Stadt und die für die etablierten Strukturen Verantwortlichen sind klar gefordert.Knappe Mittel dürfen keine Ausrede sein.Solange aber jede Institution und jeder Verein sich nur um seine Budgets kümmert und diese zu sichern versucht, kommen wir auch nicht weiter.Es muss bei allen Akteuren ein neues Bewußtsein geben damit sich eine wirtschaftlich gesunde freie Kultur- und Kreativszene überhaupt entwickeln kann.In 25 Jahren habe ich hier wenig Licht und leider viel Schatten gesehen. Uwe Thein, Filmemacher

22.07.2014, 10:06 Uhr
AbsenderTom Cartus
E-Mailtom.cartus@taw-trier.de
NameTrier
Als Leiter des Jugendzentrums „Auf der Höhe“ in Trier und Mitglied im Vorstand des Stadtjugendrings erhoffe und erwarte ich für die Jugend der Stadt, dass bei der Erstellung kulturpolitischer Leitlinien die (Offene) Jugendarbeit der Jugendzentren der Stadt bedacht wird: als Erbringer von Angeboten bildender Kunst und (Jugend-)Kultur, sowie als (gleich-)berechtigte Antragsteller im Prozess der Förderung, bzw. bei der Kostenübernahme von Projekten der Kulturarbeit bzw. Jugendkulturarbeit.Wir arbeiten sehr jugendkulturell, ermöglichen musikalische, ästhetische und künstlerische Bildung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die aus zahlreichen Gründen keinen Zugang zu etablierten Institutionen haben.Exemplarisch: Im Jugendzentrum „Auf der Höhe“ machen wir seit vier Jahren Angebote musikalischer Art, sowie zahlreiche Kreativangebote im Bereich Streetart für NutzerInnen der Höhenstadtteile und des gesamten Stadtgebiets; teilweise darüber hinaus. Unsere Kooperationspartner dazu waren bereits verschiedene Schulen und Grundschulen, kooperierende Jugendzentren der Region und Luxemburg, sowie das Simeonstift-Museum und das Haus des Jugendrechts. Für das Stadtmuseum konzipierten wir die Ausstellung „give respect - get respect“ in welcher unsere Exponate, die anderer Jugendzentren sowie Exponate von Jugendlichen der JSA Wittlich gezeigt wurden.Die Finanzierung solch wichtiger Arbeit, die nun wirklich dem „kleinen Mann“ von der Straße zugute kommt, sollte ein Aspekt bei der Erstellung der kulturpolitischen Leitlinien der Stadt Trier sein! Vielen Dank.

22.07.2014, 10:04 Uhr
AbsenderLaas Koehler
E-Maillaaskehler@googlemail.com
NameTrier
Ich möchte mehr Visionen statt Leitlinien...





 
 
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